Milcheiweißallergie

Mein Kind hat eine Milcheiweißallergie, worauf müssen wir jetzt achten?
Die Milcheiweißallergie ist ebenso eine sehr weit verbreitete Allergie in der Säuglings- und Kleinkindzeit. Ganz oft werden bei Säuglingen und Kleinkindern durch Kuhmilch, Kuhmilchprodukte umfangreiche Beschwerden ausgelöst. Diese Symptome werden oft nicht als Milcheiweißallergie erkannt und machen so dem Kind längere Zeit zu schaffen. Einige Symptome können sein….
  • Bauchschmerzen
  • Durchfälle
  • Neurodermitisschübe
  • Hautausschläge
  • Säuglinge schreien viel, weil sie an den oben genannten Beschwerden leiden
Hier liegt der Fokus zur Vermeidung der Probleme in der Vermeidung aller Lebensmittel in denen Kuhmilch, Kuhmilchprodukte verarbeitet wurden. Kein Verzehr von:
  • Sahne, alle Milchsorten ob Fruchtmilch, Buttermilch, Kefier, Joghurtdrinks, Quark, Joghurt, Käse, Kondensmilch, saure Sahne, Schmand, Creme fraichè, Frischkäse, Milcheissorten, Schokobonbons, Aufstriche in denen Milch verarbeitet wurde wie z.B. Süßmolkenpuler, Laktose, Butter
  • Laktoglobulin, Lakt – Albumin, Kasein, Kaseinat
Das ist eine Übersicht für die Zutatenliste beim einkaufen. Am Anfang der Diagnose ist es ratsam sich die Begriffe auf einem Zettel zu schreiben, damit hast du einen guten Überblick was vermieden werden soll. Für den Ersatz von Milchprodukten ist im Handel bestens gesorgt. Hier findet man in größeren wie kleineren Lebensmittelketten eine gute Auswahl. Alternativen zu Kuhmilchprodukte:
  • viele Sorten von pflanzlichen Drinks wie – Haferdrink, Dinkeldrink, Reisdrink, Kokosdrink, Sojadrink, Mandelmilch, Soja-Reis Drink
  • vegane Margarinen
  • Joghurt aus Soja, Lupinen, du findest auch tolle Rezepte zur eigenen Herstellung von Joghurt im Netz, einfach mal stöbern
  • Eissorten- Sorbets, Fruchteis, Wassereis, aus Soja, Lupinen hergestelltes Eis ist ebenso erhältlich
  • pfanzliche Aufstriche, Carobcreme, Marmeladen, Konfitüren, bunte Streusel, Sckokostreusel ohne Milchprodukte
  • Schokolade aus Reismilch, Zartbitter, es gibt auch hier viele Alternativen zu finden die wirklich lecker schmecken und auch ohne Zusatzstoffe auskommen 😉
Es ist bei einer Nahrungsmittelallergie wichtig offen für neue Erfahrungen zu sein. Du wirst bemerken das fast überall Milchprodukte verarbeitet sind und es kann am Anfang ziemlich frustrierend sein, wenn du auf der Suche nach Lebensmitteln bist die “erlaubt” sind. Selbst in Keksen, Brötchen, Wurstwaren, Süßigkeiten usw. wirst du erkennen, dass auch hier meistens Kuhmilchprodukte verarbeitet wurden. Auch wenn ich ehrlich nicht verstehen kann, was Milchprodukte in einigen Lebensmitteln überhaupt zu suchen haben. Das ärgert mich auch heute noch. Denn mal unter uns gesagt, was hat Süßmolkenpulver in Babykeksen, Brötchen, Wurstwaren zu suchen, wenn es eigentlich nicht notwendig wäre.Deshalb mache ich viele Sachen für Matheo einfach selber weil es mir Spaß macht und weil es gesunder ist.
Laktoseintoleranz, derzeit eine Volkskrankheit !?
Eine Laktoseintoleranz ist keine richtige Allergie, es handelt sich hierbei um den Milchzucker, welcher ein Kohlenhydrat der Milch ist. Es besteht hierbei ein Mangel an dem Laktaseenzym. Dieses Enzym ist für die Verdauung der Laktose = Milchzucker zuständig. Bei der Laktose handelt es sich um einen sogenannten Zweifachzucker, der in Glukose und Galaktose umgewandelt werden muss. Mit Hilfe des Laktaseenzyms kann der Darm diese Bestandteile aufspalten und über die Darmschleimhaut ins Blut aufgenommen werden.Wird das Laktaseenzym nicht ausreichend gebildet, kann diese Milchzuckeraufsspaltung im Körper nicht korrekt durchgeführt werden. Es kommt somit zu einer Verstoffwechselung und der Betroffene reagiert mit unterschiedlichen Beschwerden.
  • Krämpfe, Bauchschmerzen, wässrige Durchfälle, Übelkeit …
Die Symptome ähneln der richtigen Milcheiweißallergie sehr. Bei einer Laktosunverträglichkeit besteht die Therapie in der Vermeidung von Laktose haltigen Lebensmitteln. Der Markt ist hier derzeit gut auf die Laktoseunverträglichkeit gerüstet und stellt ein umfangreiches Sortiment an Laktosefreien Produkten zur Verfügung. Ich weiß durch Erfahrung und Gespräche mit anderen Eltern, dass hier auch Kinder wie Erwachsene an einer Laktoseunverträglichkeit leiden. Die Diagnose wird anhand eines Atemtest gestellt.
 Ersatzmilch in der Säuglings- und Kleinkindzeit
Bei Verdacht einer Milcheiweißallergie ist es wichtig mit dem Kinderarzt über den Verdacht zu sprechen. Eine kompetente ärztliche Diagnose ist wertvoller als ein durchtesten auf eigene Faust. Wenn die Diagnose zuverlässig gestellt wurde, dann gibt der Arzt Anweisungen für die weitere Ernährung des Kindes. Wenn du stillst ist das weiterhin richtig und wichtig! Keine Ersatzmilch kann Muttermilch ersetzen! Wenn du auch nach der Diagnose einer Milcheiweißallergie weiterhin stillen möchtest, dann ist es wichtig das du einige Punkte beachtest.
  • eine auf Rezept ausgestellte Ernährungsberatung für DICH und dein KIND!
  • während der Stillzeit musst auch du die Therapie einhalten und auf Kuhmilchprodukte und alles worin Kuhmilch verarbeitet wurde verzichten.
  • die Alternativen wendest du “einfach” für dich an
  • ob Sojaprodkte eine Alternative sind ist schwierig, da sich die Eiweißstruktur mit der von Kuhmilch sehr ähnelt und dein Kind auch hier allergisch reagieren könnte- neueste Studien belegen das auf eine Milcheiweißallergie bei Kindern eine Sojaeiweißallergie folgt. Das ist auch der Grund, weshalb ich bei Matheos Ernährung auf Sojaprodukte verzichte – Bitte sprich auch hier mit deinem Kinderarzt bzw. Allergologen darüber
  • Achte während der Stillzeit bitte auf eine gesunde Ernährung, ich habe die Erfahrung gemacht, dass es wirklich am Anfang nicht einfach ist sich vollwertig zu ernähren
Kinder die bisher mit einer normalen Säuglingsersatzmilch gefüttert wurden, bekommen nun ebenfalls ein Rezept für eine Ersatzmilchnahrung. Diese Ersatzmilch ist stark hydrolisiert d.h. die Eiweiße werden so stark aufgespalten, dass der Körper des Kindes nicht mehr auf diese Eiweiße reagiert. Dazu gebe ich demnächst einen extra Artikel weitere Informationen. So nun habe ich dir eine kleine Übersicht über die Milcheiweißallergie gegeben und hoffe diese Informationen helfen dir im Alltag oder bei deinen weiteren Schritten auf dem Weg zu richtigen Diagnose. Ich freue mich jederzeit auf Emails, Fragen und Kommentare. Liebe Grüße Mia;)